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Bergbauhistorische Erkundung im Schwarzwald, Sexau
Auf der Baryt-Siderit-Mineralisation des Carolinen Gangzugs, innerhalb der Gneise des Mittleren Schwarzwalds nördlich von Sexau, waren die Blei-Silber-Vorkommen Ziel intensiven Bergbaus vom 12. Jh. bis zum 18. Jh.. Durch Kombination verschiedener geophysikalischer Untersuchungsmethoden unterstützt durch Luftbildinterpretation wurde versucht, den Verlauf von mineralisierten Störungen und Teile des mittelalterlichen Stollensystems der Grube Caroline nachzuweisen. Im näheren Umfeld des heute aufgewältigten Grubengebäudes kamen geoelektrische Vierpunktanordnungen, die Eigenpotentialmethode, VLF und magnetische Meßverfahren zum Einsatz.
Die Luftbildauswertung gab klare Hinweise auf die Lage von Stollen. Besonders mit der Eigenpotentialmethode und der geoelektrischen Kartierung war eine Unterscheidung in vier N-S-streichende Zonen (Abb. 1) mit unterschiedlichen geophysikalischen Eigenschaften möglich, die zum Teil mit den Luftbildlineationen und dem Strukturplan des Gebirges übereinstimmen. Mit den ermittelten geophysikalischen Meßdaten konnten unter Berücksichtigung der Untertageaufschlüsse verkieselte Störungszonen, Erzvorkommen sowie offene und verfüllte Stollen differenziert werden (Abb. 2).
"Ergebnisse geophysikalischer Untersuchungen des Carolinen-Gangzuges (Bergbaurevier Freiamt- Sexau, Mittlerer Schwarzwald) und des darauf umgegangenen historischen Bergbaus" von Stefan Giese, Armin Grubert & Christian Hübner aus: Abh. geol. Landesamt Baden-Württemberg, 14, S. 343-360, 6 Abb., 1 Tab., Freiburg i. Br. 1994
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